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06.08.2009
OPAL-Erdgasleitung in MV genehmigt

Der Bau der Erdgasleitung OPAL von Lubmin bei Greifswald nach Süden bis zur Landesgrenze zu Brandenburg ist am Donnerstag vom Bergamt Stralsund genehmigt worden.

Schwerin/Stralsund (dpa/mv) - Der Bau der Erdgasleitung OPAL von Lubmin bei Greifswald nach Süden bis zur Landesgrenze zu Brandenburg ist am Donnerstag vom Bergamt Stralsund genehmigt worden. Noch in diesem Jahr soll mit der Errichtung der 103 Kilometer langen Trasse durch Mecklenburg-Vorpommern begonnen werden, wie ein Sprecher des Unternehmens WINGAS der dpa sagte. Die OPAL-Leitung soll russisches Erdgas, das durch die geplante Ostseepipeline nach Lubmin bei Greifswald gelangen soll, durch Brandenburg und Sachsen bis nach Tschechien und Südeuropa weiter transportieren. Jährlich könnten 36 Milliarden Kubikmeter Erdgas durch die Leitung fließen.

Das Planfeststellungsverfahren war laut Schweriner Wirtschaftsministerium im Februar eröffnet worden. Gegen das Vorhaben habe es 83 Einwendungen gegeben, die durch das Bergamt ausgewertet und abgewogen worden seien.

Eine Genehmigung hat Wingas auch schon für den OPAL-Bauabschnitt im südlichen Sachsen, wie der Sprecher weiter sagte. Dort sollen noch im August die Bagger anrollen. Für den Trassenabschnitt im nördlichen Sachsen werde die Genehmigung in den nächsten Wochen erwartet, für den Abschnitt Brandenburg Ende 2009/Anfang 2010.

«OPAL» steht für Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung. Die Trasse von Lubmin bis nach Olbernhau im Erzgebirge ist 470 Kilometer lang, WINGAS will sie im Herbst 2011 in Betrieb nehmen. Eine zweite Pipeline, die Norddeutsche Erdgasleitung (Nel), soll Gas von Lubmin in Richtung Westen leiten. Für die Nel-Unterlagen stehe die Prüfung durch das Bergamt Stralsund an, teilte das Wirtschaftsministerium in Schwerin mit.

Minister Jürgen Seidel (CDU) wertete die OPAL-Genehmigung vom Donnerstag als wichtige Voraussetzung für den weiteren Ausbau des Energiestandortes Lubmin. Nach dem Abbau des früheren Kernkraftwerkes (KKW) Nord sollen dort neue Kraftwerke errichtet werden. Die Pläne für Gas-Turbinen-Kraftwerke, die das russische Gas nutzen sollen, wurden aufgrund der Wirtschaftskrise zunächst auf Eis gelegt. Der dänische Energiekonzern Dong will in Lubmin ein Kohlekraftwerk bauen.



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