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31.08.2009
Grünes Licht für die Erdgasleitung OPAL

Genehmigung für Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern / Baustart für Oktober geplant / Emnid: Zustimmung zur OPAL wächst

 

Dresden/Kassel. Die Erdgasleitung OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungs-
Leitung) kommt: Nachdem bereits die Planfeststellung für Mecklenburg-
Vorpommern und für den südlichen Bereich Sachsens vorliegt, hat jetzt die
Landesdirektion in Dresden die Genehmigung für ein rund 50 Kilometer
langes Teilstück der Pipeline in Nordsachsen erteilt. Bis auf die Planfeststellung
in Brandenburg liegen damit alle Genehmigungen vor. „Wir
sind zuversichtlich, dass auch die Verfahren in Brandenburg bis Anfang
nächsten Jahres abgeschlossen sind “, erklärte Bernd Vogel, Geschäftsführer
der OPAL NEL TRANSPORT GmbH. Unterdessen haben die ersten
Vorbereitungen für den Bau der Trasse in Mecklenburg-Vorpommern und
Sachsen begonnen. „Die Trasse wird derzeit geräumt, zudem werden die
ersten Erdschichten für den späteren Aushub des Rohrgrabens entfernt“,
sagte Vogel. „Mit dem Verschweißen der ersten Rohre und dem damit
verbundenen Baustart rechnen wir im Oktober.“ Die OPAL NEL
TRANSPORT ist ein Unternehmen der WINGAS-Gruppe und wird den
Netzbetrieb der OPAL übernehmen. Die Inbetriebnahme der Leitung ist für
Herbst 2011 geplant.

Die jetzt erteilte Genehmigung der Landesdirektion in Dresden gilt für den
Abschnitt zwischen Weißig a. Raschütz unmittelbar an der Landesgrenze
zu Brandenburg und der Stadt Wilsdruff südlich der Bundesautobahn A 4 –
von hier aus wird die Erdgasleitung an Freiberg und Olbernhau vorbei bis in
die Tschechische Republik führen. Das Vorhaben entspricht den Zielen des
Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) eine möglichst sichere, preisgünstige,
verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche, leitungsgebundene
Versorgung der Allgemeinheit mit Gas zu ermöglichen und ist
im Interesse des öffentlichen Wohls, urteilte die Landesdirektion in ihrer
Planfeststellung. „Die besondere Bedeutung, die das Vorhaben für eine
sichere Energieversorgung im Freistaat Sachsen sowie in der
Bundesrepublik Deutschland insgesamt beinhaltet, steht für die
Planfeststellungsbehörde außer Frage.“

Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern bezeichnete die vor
wenigen Tagen erteilte Genehmigung des in seinem Bundesland
zuständigen Bergamtes Stralsund als einen wichtigen Schritt für den
Ausbau der Transportkapazitäten für Erdgas und für mehr Versorgungssicherheit
mit russischem Erdgas für Deutschland und Mitteleuropa. Die
Planfeststellung betrifft das 105 Kilometer lange Teilstück der Erdgastrasse
in Mecklenburg-Vorpommern. „Der Bau der OPAL entspricht in hohem
Maße den Zielen des Energiewirtschaftsrechts“, begründete das Bergamt
in Stralsund die Genehmigung für die Erdgasleitung. Der Genehmigung
seien intensive Prüfungen der Planungsunterlagen sowie der durch
Behörden, Verbände und Privatpersonen dazu eingereichten Einwendungen
vorangegangen.

In den einzelnen Verfahren wird insbesondere die Umweltverträglichkeit
des Projektes überprüft. „Um die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst
gering zu halten, ist der Naturschutz von Anfang an ein wichtiger Faktor für
die Planung der OPAL“, erläutert OPAL-Projektleiter Hans-Georg
Egelkamp. „Es ist nicht immer die kürzeste Route, die eine Pipeline vom
Start- bis zum Endpunkt nimmt. Vielmehr ist ihr Verlauf auch Ergebnis
eines intensiven Dialogs mit Fachbehörden, Grundstuckseigentümern,
Kommunen und auch Umweltverbänden.“

Emnid-Umfrage: Zustimmung für die Erdgasleitung OPAL wächst

Die Zustimmung für die Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL) ist bei
den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Brandenburg
unterdessen weiter gewachsen. Das ermittelte das Meinungsforschungsinstitut
Emnid in einer aktuellen Umfrage in den Landkreisen, die von der
Erdgasleitung durchquert werden. In den drei Bundesländern sieht der
überwiegende Teil der Bevölkerung in der OPAL vor allem einen wichtigen
Beitrag zur Steigerung der Versorgungssicherheit in Deutschland.
Insgesamt wurden 1.000 Personen befragt. Knapp zwei Drittel der
Befragten (58%) sehen die Energieversorgung in Deutschland langfristig
sichergestellt. 2008 hatte der Wert bei einer ähnlichen Umfrage noch bei
52% gelegen. 75 Prozent der Befragten (2008: 68 %) sehen in der Ostsee-
Pipeline einen wesentlichen Beitrag, um die Energieversorgung in
Deutschland zu verbessern. Dass die geplante Anbindungsleitung dem
eigenen Land Vorteile bringt, sehen mittlerweile 64 Prozent (2008: 58%).
Rund 70 Prozent (2008: 56%) erkennen in der OPAL eine notwendige
Maßnahme, um die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Bundeslandes zu
stärken.

Die vollständige Emnid-Umfrage sowie die Charts zum >download



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