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08.10.2009
Nord Stream auf der Zielgeraden

Das europäische Energie-Infrastrukturprojekt Nord Stream befindet sich auf einem guten Weg: "Wir biegen auf die Zielgerade ein", stellte Matthias Warnig, Managing Director der Nord Stream auf der Weltgaskonferenz in Buenos Aires fest.

Buenos Aires. Das europäische Energie-Infrastrukturprojekt Nord Stream befindet sich auf einem guten Weg: "Wir biegen auf die Zielgerade ein", stellte Matthias Warnig, Managing Director der Nord Stream am Donnerstag auf der Weltgaskonferenz in Buenos Aires fest. "Wir sind zuversichtlich, dass bis zum Jahresende alle Genehmigungen vorliegen", erklärte der Nord-Stream-Manager beim weltweit größten Branchentreffen in der argentinischen Hauptstadt. Warnig geht davon aus, dass die "Konstruktion dann wie geplant Anfang April 2010 starten soll."

Damit kann das große, länderübergreifende Infrastrukturprojekt im vorgesehenen Zeitfenster realisiert werden. "Bis zum heutigen Tag sind wir immer im Zeitplan geblieben und haben alles wie geplant abgearbeitet." Geplanter Termin der Inbetriebnahme ist der Herbst 2011. Auch finanziell bewegt sich das Bauvorhaben im vorgesehen Rahmen: "Wir haben bei großen Aufträgen Festpreise vereinbart, weil wir bewusst Preisrisiken vermeiden wollten", sagt Warning (Foto) und ergänzt: "Wir sind im Budget."

Die Nord Stream-Pipeline wird Russland und die Europäische Union durch die Ostsee direkt verbinden und Erdgas zur Energieversorgung von Unternehmen und Privathaushalten transportieren. Die Pipeline wird damit einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Energiesicherheit in Europa leisten. Durch die Nord Stream-Pipeline können jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Gas transportiert und damit rechnerisch mehr als 25 Millionen Haushalte mit Energie versorgt werden.

Auf dem Nord-Stream-Stand in Buenos Aires können sich die Besucher in dieser Woche vor allem über die Anstrengungen informieren, die im Rahmen der Planung unternommen wurden, um die vorgeschlagene Route der Pipeline zu optimieren und die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Ein weiterer Schwerpunkt des Nord Stream-Standes befasst sich mit den umfassenden Erfahrungen die Nord Stream während des Genehmigungsprozesses gemacht hat.

Seit 2006 steht das Unternehmen in einem intensiven Dialog mit den Behörden der fünf Länder durch deren Gewässer die Pipeline verlaufen soll. Nord Stream brachte sich außerdem in den internationalen Konsultationsprozess zum Pipeline-Projekt ein, an dem alle Ostsee-Anrainerstaaten und die Öffentlichkeit beteiligt waren.

Das Unternehmen entwickelte für die 1.223 Kilometer lange Pipeline durch die Ostsee einen detaillierten technischen Plan. Die Pipeline soll mit einem Druck von bis zu 220 bar betrieben werden und ohne Kompressorstationen entlang der Route 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich transportieren. Darüber hinaus stellt Nord Stream sein Logistikkonzept auf der Konferenz vor. Das Konzept berücksichtigt wirtschaftliche und umweltspezifische Aspekte. Ein Ergebnis: Die Transportstrecken für 200.000 mit Beton ummantelte Rohre mit einem Gesamtgewicht von 4,8 Millionen Tonnen werden konsequent minimiert.



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