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04.12.2009
Archäologen finden wertvolle Goldmünzen
Die Grabungen entlang der künftigen OPAL-Trasse haben für eine weitere archäologische Überraschung gesorgt.
Nahe der Ortschaft Gustebin wurde eine Goldmünze entdeckt, die Experten Rätsel aufgibt: Arent Pol, ein niederländischer Experte für alte Münzen, datierte den zu einem Kettenanhänger umgearbeiteten Goldsolidus - die Nachbildung einer byzantinischen Münze - auf das 6./7. Jahrhundert. "Es sind nur sieben vergleichbare Exemplare in Europa bekannt", erklärte Lars Saalow vom Landesamt für Denkmalpflege. Unklar ist bisklang, wie es die Münze nach Vorpommern schaffte und warum sie in der Nähe eines 500 Jahre jüngeren Besiedlungsplatzes gefunden wurde.
Seit 2007 graben sind bis zu sechs Archäologen-Teams auf der 103 Kilometer langen Trasse in Vorpommern im Einsatz. Bei Wrangelsburg stießen sie auf Reste einer bronzezeitlichen Siedlung mit Ofenanlagen, Feuerstellen und Vorratsgruben. Bei Karlsburg wurden Eisenverhüttungsplätze aus den ersten beiden Jahrhunderten nach Christus entdeckt. "Wir haben mehrere tausend Befunde gesichert - aus der vorgeschichtlichen Zeit bis zur Neuzeit", so Projektleiter Saalow. Rund 200 der Funde sind in diesen Tagen im Anklamer Steintormuseum zu sehen.
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