Aktuelles
25.01.2010
Zweiter Strang der Ostsee-Pipeline in Planung
Das Firmenkonsortium Nord Stream wird russische, deutsche und japanische Firmen mit der Rohrproduktion für den zweiten Strang der Ostsee-Pipeline beauftragen.
Zug/Lubmin (dpa/mv) - Das Firmenkonsortium Nord Stream wird russische, deutsche und japanische Firmen mit der Rohrproduktion für den zweiten Strang der Ostsee-Pipeline beauftragen. Das Auftragsvolumen für die Lieferung von rund einer Million Tonnen Stahlrohre beträgt eine Milliarde Euro, teilte Nord Stream am Freitag im schweizerischen Zug mit. Die Verträge sollen in den nächsten Wochen unterschrieben werden. Das deutsche Unternehmen Europipe in Mülheim soll 65 Prozent der rund 100 000 Rohre liefern, das russische Röhrenwerk OMK 25 Prozent. Zusätzlich übernimmt das japanische Unternehmen Sumitomo zehn Prozent der Rohrproduktion.
Europipe und OMK sind bereits Lieferanten der Rohre für den ersten Strang. Weltweit hatten sich sechs Rohrhersteller um den Großauftrag beworben. Nach Angaben des Unternehmens liegt das insgesamt 7,5 Milliarden Euro teure Projekt im Zeitplan. Am 1. April 2010 will das Firmenkonsortium mit dem Bau des ersten Leitungsstrangs der 1200 Kilometer langen Pipeline zwischen dem russischen Wyborg und dem deutschen Lubmin beginnen. Die Verlegung des zweiten Strangs soll im Frühjahr 2011 beginnen.
An Nord Stream ist der russische Gasmonopolist Gazprom mit 51 Prozent beteiligt. Die BASF-Tochter Wintershall und die E.ON Ruhrgas AG halten je 20 Prozent. Die restlichen neun Prozent sind im Besitz der niederländischen Gasunie.
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