Aktuelles
19.02.2010
OPAL: Bauarbeiten trotz Schnee und Kälte im Zeitplan
Anfang März laufen Bauarbeiten an der Erdgasleitung durch das Erzgebirge wieder an
Kassel. Tief in den Boden ist der seit Wochen anhaltende Frost vorgedrungen, im Erzgebirge ruht die Baustelle der Erdgasleitung OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung) unter einer weißen Winterdecke. „Natürlich haben wir insbesondere in den höheren Regionen wie dem Erzgebirge eine Winterpause eingeplant“, sagt Michael Muth, Oberbauleiter bei der WINGAS. „Mit einer so langanhaltenden Frostperiode haben wir allerdings nicht gerechnet und wir müssen länger pausieren als gedacht.“ Um im Zeitplan zu bleiben, werden die Bauarbeiten an der OPAL derweil im Norden Sachsens verstärkt vorangetrieben. So läuft dort die Rohrausfuhr auf die Trasse, Rohre werden verschweißt, Brunnen für die Wasserhaltung gebohrt und für die Pressungen von Straßen die Pressgruben vorbereitet.
Auf den 57 Kilometern durch das Erzgebirge laufen die Bauarbeiten an der OPAL seit Spätsommer 2009. Insgesamt rund fünf Kilometer Rohr wurden in diesem Abschnitt bereits verlegt, so zum Beispiel in der Nähe der Gemeinde Mulda. Auf mehr als einem Drittel der Strecke, zwischen Lichtenberg und der Freiberger Mulde, liegen die Rohre zum Rohrstrang verschweißt entlang der Trasse. Auf dem Gelände des Windparks bei Pfaffroda wurde die Trasse noch vor der Winterpause vorbereitet, der Mutterboden wurde abgezogen und Fremdleitungen erkundet. Weiter südlich, in Olbernhau, fand im Dezember die Querung der Flöha statt. „Sobald die Temperaturen wieder steigen und der Frost aus dem Boden ist, werden wir die Arbeiten im Erzgebirge mit erhöhtem Einsatz fortsetzen“, so Michael Muth. „Ab Anfang März gehen die Bauarbeiten weiter.“
Um die Anwohner von Einschränkungen durch die Baustelle weitestgehend zu verschonen, steht die Bauleitung der WINGAS in regelmäßigem Kontakt mit den Straßen- und kommunalen Bauämtern. Hierbei werden beispielsweise die Pressungen unter Straßen hindurch mit anderen Baumaßnahmen der Bauämter koordiniert und abgestimmt. Temporäre Straßensperrungen, wie beispielsweise der S209 bei Mulda, werden im Vorfeld der Baumaßnahme bekannt gegeben und die Umleitungen ausgeschildert. „Wir sind bemüht, die Einschränkungen, die sich durch den Baustellenverkehr und die Rohrausfuhr ergeben können, so gering wie möglich zu halten“, sagt Oberbauleiter Muth.
Auf ihrem Weg durch Sachsen quert die OPAL den Ostteil des Erzgebirges, rund 400 Arbeiter sind auf dem Streckenabschnitt im Einsatz. Von Reinsberg südlich der Autobahn A4 aus läuft die Erdgasleitung östlich an Freiberg vorbei in Richtung Lichtenberg und Mulda und endet im ersten Schritt in Olbernhau im Bereich der Verdichterstation. Von hier aus führt ein letztes Teilstück in die Tschechische Republik, für das derzeit noch das Planfeststellungsverfahren läuft. Die Bauarbeiten sowie die Rekultivierung der Flächen sollen bis zum Sommer 2011 abgeschlossen sein, die Inbetriebnahme der OPAL ist für Herbst 2011 geplant.
Anwohner und Interessierte können sich mit ihren Fragen zum Bauvorhaben auch an die OPAL-Hotline unter 0180 – 200 10 72 wenden. In der Zeit von montags bis freitags zwischen 8 und 20 Uhr werden dort alle Fragen rund um das OPAL-Projekt beantwortet. Die Kosten pro Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom betragen 6 Cent, Anrufe aus dem Mobilfunknetz werden mit maximal 60 Cent berechnet.
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