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23.04.2010
Umweltverbände ziehen Klage gegen Ostsee-Pipeline zurück

Der Bau der Ostsee-Pipeline kann auch in deutschen Gewässern starten. Die Umweltverbände haben sich außergerichtlich mit dem Baukonsortium Nord Stream geeinigt.

Greifswald (dpa/mv) - Der Bau der Ostsee-Pipeline kann auch in deutschen Gewässern starten. Die Umweltverbände haben sich außergerichtlich mit dem Baukonsortium Nord Stream geeinigt. Diese Angaben wurden von beiden Seiten bestätigt. Die Umweltverbände würden nun ihre Klage vor dem Oberverwaltungsgericht in Greifswald zurückziehen, teilte die Landesvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Mecklenburg-Vorpommern, Corinna Cwielag, der Nachrichtenagentur dpa mit. Neben der Klage werde am Freitag auch der Eilantrag gegen den Bau der Gasleitung zurückgenommen. Die Ostsee-Pipeline werde wesentlich umweltverträglicher gebaut als ursprünglich geplant, begründete Cwielag den Rückzug.

Nord Stream bestätigte die Angaben. «Wir sind froh, im Interesse der Ostsee eine gemeinsame tragfähige Lösung gefunden zu haben», sagte Sprecher Steffen Ebert. Das Konsortium will am 15. Mai mit den Baggerarbeiten im Greifswalder Bodden beginnen. Die Verlegeschiffe sind bereits geordert. Schon Ende 2011 soll das erste russische Erdgas durch die 1200 Kilometer lange Pipeline bis nach Lubmin bei Greifswald fließen. Die Umweltverbände wollten wegen der aus ihrer Sicht erheblichen Umweltauswirkungen mit dem Eilantrag den Baustart verzögern und hatten gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt.

Die OPAL wird vom Anlandungspunkt der Nord-Stream-Offshore Pipeline in Lubmin bei Greifswald in südlicher Richtung entlang der polnischen Grenze verlaufen. Sie passiert Berlin östlich und endet an der deutsch-tschechischen Grenze bei Olbernhau.



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