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19.08.2010
Bergfest auf Deutschlands längster Baustelle
Erdgasleitung OPAL: Über 250 Kilometer Pipeline verlegt / Inbetriebnahme der Leitung für Oktober 2011 vorgesehen
Kassel. Halbzeit auf Deutschlands längster Baustelle: 250 der rund 470 Kilometer langen Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL) sind bereits fertig gestellt worden. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten", erklärt Bernd Vogel, Geschäftsführer der OPAL NEL TRANSPORT GmbH. Die Gesellschaft ist ein Unternehmen der WINGAS-Gruppe und wird den Netzbetrieb der OPAL übernehmen. "Trotz des langen Winters und der schwierigen Witterungsbedingungen zu Beginn des Jahres liegen wir im Zeitplan. Wir wollen die OPAL im Oktober 2011 zusammen mit der Nord Stream in Betrieb nehmen." Die OPAL wird die durch die Ostsee führende Erdgasleitung Nord Stream mit dem europäischen Ferngasleitungssystem verbinden und führt von der Ostseeküste durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen bis in die Tschechische Republik. Mit einer Transportkapazität von 36 Milliarden Kubikmetern pro Jahr und einem Durchmesser von 1,40 Meter ist die OPAL die größte in Europa verlegte Erdgasleitung. Die Investition beträgt rund eine Milliarde Euro. Die Pipeline wird von WINGAS im Auftrag der OPAL NEL TRANSPORT GmbH und der E.ON Ruhrgas AG gebaut.
"Derzeit wird in 14 Bauabschnitten gleichzeitig gearbeitet", erläutert Michael Muth, Bauleiter der WINGAS. Bereits gegen Ende dieses Jahres soll ein Großteil der Bauarbeiten in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen abgeschlossen werden. Auch in Brandenburg, dem längsten der drei Abschnitte, sind bereits die ersten 100 von 270 Kilometern verlegt. Die Bauarbeiten für die OPAL-Leitung wurden im September 2009 gestartet. Derzeit sind rund 2.500 Mitarbeiter auf der gesamten Leitungstrasse zwischen Greifswald und dem Erzgebirge tätig. Bis die Arbeiten beendet werden können, müssen die Leitungsbauer insgesamt 172 Straßen, vier Autobahnen, 27 Bahnstrecken und 39 größere Gewässer queren. "Auf mehr als 400 Kilometern der Leitungstrasse ist der Mutterboden bereits abgetragen worden, über 350 Kilometer Leitungsrohr wurde schon verschweißt", berichtet Muth über den weiteren Fortschritt der Bauarbeiten. Der Bauleiter ist sich sicher, dass das Großprojekt pünktlich abgeschlossen wird: "In einigen Bereichen haben wir bereits mit der Rekultivierung der landwirtschaftlichen Flächen begonnen."
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