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04.03.2009
Start des Planfeststellungsverfahrens für die Erdgasleitung OPAL in Brandenburg

Weiterer Fortschritt für das europäische Erdgasinfrastrukturprojekt Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL): Nachdem das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg Ende Februar das Raumordnungsverfahren für den 126 Kilometer langen Trassenkorridor der OPAL im südlichen Teil des Landes mit einer positiven Beurteilung abgeschlossen hat, startet in den nächsten Tagen das Planfeststellungsverfahren für die Erdgasleitung in Brandenburg.


Potsdam / Kassel. Weiterer Fortschritt für das europäische Erdgasinfrastrukturprojekt Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL): Nachdem das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg Ende Februar das Raumordnungsverfahren für den 126 Kilometer langen Trassenkorridor der OPAL im südlichen Teil des Landes mit einer positiven Beurteilung abgeschlossen hat, startet in den nächsten Tagen das Planfeststellungsverfahren für die Erdgasleitung in Brandenburg. „Die Planungsunterlagen werden im März im Abschnitt Brandenburg Nord und im April im Abschnitt Brandenburg Süd in den Gemeinden entlang der Trasse für eine öffentliche Beteiligung ausgelegt“, kündigte Ingo Neubert, Geschäftsführer der OPAL NEL TRANSPORT GmbH, an. Die Gesellschaft wird ein Netzbetreiber der OPAL. Mit der Erdgasleitung soll die Ostseepipeline Nord Stream mit dem europäischen Erdgasnetz verbunden werden. Von Lubmin bei Greifswald führt die Trasse der OPAL über rund 470 Kilometer durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen bis auf die deutsch-tschechische Grenze.

Der jetzt erteilte Raumordnungsbeschluss ist die Entscheidungsgrundlage für das darauf folgende Planfeststellungsverfahren, das mit der Planfeststellung – der eigentlichen Baugenehmigung – endet. „Im Ergebnis des Raumordnungsverfahrens wird für den zur Prüfung eingereichten Hauptkorridor sowie für den Verdichterstandort Radeland festgestellt, dass bei Umsetzung der erteilten Maßgaben eine Vereinbarkeit mit den Erfordernissen der Raumordnung gegeben ist“, begründete das Ministerium seine positive Entscheidung. Die zuständige Behörde hatte das Raumordnungsverfahren zeitweilig ausgesetzt, um unterschiedliche Varianten für den Standort einer Verdichterstation zu prüfen – nach der jetzigen Entscheidung soll die Station in Radeland in der Gemeinde Baruth/Mark (Landkreis Teltow-Fläming) entstehen. Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens ist das Vorhaben neben einer Raumverträglichkeitsprüfung auch einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen worden.

Die OPAL-Leitung führt über 273 Kilometer durch Brandenburg und quert dabei die Landkreise Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree Dahme-Spree, Teltow-Fläming, Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz. Das Planfeststellungsverfahren wird vom zuständigen Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg durchgeführt. Mit einem Abschluss des Verfahrens wird gegen Ende dieses Jahres gerechnet. In den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sollen die Planfeststellungsverfahren bereits in den kommenden Monaten enden.

Die OPAL NEL TRANSPORT GmbH übernimmt für die Erdgasfern¬leitung OPAL die Aufgaben des Netzbetreibers. Sie ist Teil der WINGAS-Gruppe, zu der neben dem Erdgasversorger WINGAS auch die WINGAS TRANSPORT gehört, die ein deutschlandweites über 2.000 Kilometer langes Gasfernleitungsnetz betreibt. Es ist vorgesehen, dass die OPAL mit dem Gasfernleitungsnetz der WINGAS TRANSPORT verbunden wird.        



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