Das Projekt OPAL

Die OPAL ist eines der größten Pipelineprojekte Deutschlands und verlangt den planenden Ingenieuren äußerste Präzision ab: Ihr Streckenverlauf berücksichtigt die Faktoren Naturschutz, Geografie, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen. Garantiert wird dies durch eine durchdachte Technik und ein Planungsverfahren, das alle Träger öffentlicher Belange mit einbezieht.

Die OPAL wird vom Anlandungspunkt der Nord-Stream-Offshore Pipeline in Lubmin bei Greifswald in südlicher Richtung entlang der polnischen Grenze verlaufen. Sie passiert Berlin östlich und endet an der deutsch-tschechischen Grenze bei Olbernhau.


Technik mit System

Mehr als 35 Milliarden Kubikmeter Erdgas werden pro Jahr durch die OPAL strömen, das entspricht etwa einem Drittel des gesamtdeutschen Erdgasbedarfs. Die 470 Kilometer lange Leitung setzt sich aus 18 Meter langen Einzelrohren zusammen, die jeweils 15 Tonnen wiegen. Das Erdgas wird durch die Leitung mit einem Druck von bis zu 100 bar fließen. Um diesen Druck aufrechtzuerhalten, ist bei Baruth die Verdichterstation Radeland errichtet worden. Von hier aus wird Erdgas für den Großraum Berlin-Brandenburg ausgespeist und der nötige Druck für den Weitertransport nach Süden aufgebaut.


Schritt für Schritt

Der Bau der Pipeline soll nach der Genehmigung durch die Behörden in einzelnen Bauabschnitten parallel begonnen werden. In jedem Abschnitt legen die Bauarbeiter einen Arbeitsstreifen an, in dessen Bereich die einzelnen Rohrsegmente verschweißt und der Rohrgraben ausgehoben werden. Nach einer gründlichen mehrfachen Prüfung der Schweißnähte folgt ein abschließender „Stress-Test“: Hierzu belasten die Ingenieure die Pipeline bei einer Wasserdruckprüfung mit einem deutlich höheren Druck als im späteren Betrieb. So wird sichergestellt, dass die Leitung den kommenden Belastungen auf jeden Fall standhalten wird.


Im Dialog

Vor Beginn der Bauarbeiten prüfen die zuständigen Behörden und Kommunen, welche Faktoren bei der Trassenplanung und der Verlegung der Pipeline großräumig berücksichtigt werden müssen. In diesem Raumordnungsverfahren werden verschiedene Planvarianten unter ökologischen, ökonomischen, kulturellen und auch sozialen Aspekten überprüft. Nach dessen Abschluss folgt das eigentliche Genehmigungsverfahren, das sogenannte Planfeststellungsverfahren. Dieses Verfahren bündelt unter Einbezug der Öffentlichkeit sämtliche fachgesetzlichen Belange vom Naturschutz über den Immissionsschutz bis hin zum Denkmalschutz – und beinhaltet natürlich auch die Umweltverträglichkeitsprüfungen. Der Planungsprozess endet mit dem Planfeststellungsbeschluss – der Genehmigung zum Bau der Leitung.


Kontakt

Per Mail oder telefonisch unter +49 561 301-3301

Fragen & Antworten

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