Ausgleich für die Natur
Nach dem Abschluss der Verlegearbeiten ist vom Verlauf der Trasse schon bald kaum noch etwas zu sehen. Eine ökologische Baubegleitung und die strikte Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sorgen von Anfang an dafür, dass die Eingriffe in die Natur möglichst gering bleiben. Um die Natur und Landschaft danach so schnell wie möglich wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen, arbeiten die Bauträger mit Spezialisten und Fachfirmen zusammen, die eine besondere Expertise auf dem Gebiet der Renaturierung und Rekultivierung aufweisen können.
Kaum ist der Graben für die Pipeline zugeschüttet, gilt die ganze Aufmerksamkeit dem Wiederaufbringen des Mutterbodens. Mithilfe moderner auf die Örtlichkeit abgestellter Techniken wird die Krume wieder für den neuen Bewuchs aufgelockert. Ein wichtiger "Partner" bei dieser Aufgabe ist auch der Ölrettich, dessen tiefe Wurzeln das Erdreich aufwerfen und belüften. Ist der ursprüngliche Zustand des Bodens wiederhergestellt, können zum Beispiel die Landwirte, die den Abschnitt bisher bewirtschaftet hatten, ihre Arbeit erneut aufnehmen. Andere Abschnitte, die durch Waldstücke führen, werden aufgeforstet – allerdings mit einem Pflanzabstand von 2,5 Metern zur Rohraußenkante. Dieser Sicherheitsabstand muss gewahrt werden, um die Leitung vor Beschädigungen durch die Wurzeln der Bäume zu schützen. Das Gewässerbett und die Uferbereiche der offen gequerten Bäche und Flüsse werden naturnah wiederhergestellt und mit standorttypischen Sträuchern und Bäumen bepflanzt.
Doch bei diesen umfänglichen Renaturierungs- und Rekultivierungsmaßnahmen entlang der Leitung bleibt es nicht. Auch außerhalb der Leitungstrasse werden gezielte landschaftsökologische Planungen zum Erhalt von Natur und Landschaft umgesetzt. In Mecklenburg-Vorpommern ist beispielsweise die Wiedervernässung eines Niedermoors mit ca. 260 Hektar im sogenannten Martenschen Bruch an der polnischen Grenze geplant.










