Auswirkungen auf die Umwelt

Umwelt im Fokus

Bei einem so großen Bauvorhaben wie der Verlegung einer Pipeline steht die Natur im Fokus. Damit die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering und kurzfristig wirksam sind, ist der Schutz der Natur und Landschaft von Anfang an ein wichtiger Faktor für die Planung der OPAL.

Es ist nicht immer die kürzeste Route, die eine Pipeline vom Start- bis zum Endpunkt nimmt. Vielmehr ist ihr Verlauf auch Ergebnis eines intensiven Dialogs mit Behörden und Umweltverbänden. Die unternehmenseigenen hohen Standards gehen dabei zum Teil über die nationalen gesetzlichen Auflagen hinaus. So änderte sich der ursprüngliche Verlauf sozusagen durch einen Flügelschlag: Ein Kranich-Nistplatz im Naturschutzgebiet Seewald musste umgangen werden.

 

Ungestörtes Brüten

Eine Moolandschaft in der Nähe von Grünwalde in der Region Spreewald-Lausitz hatten  sich einige Kraniche für die Aufzucht ihres Nachwuchses ausgesucht. Kranichexperte Klaus Uhl vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) meldete sich daher nach Bekanntwerden des OPAL-Projektes und  schlug zwei Alternativen zur ursprünglichen Route in diesem Gebiet vor. Nach planerischer Prüfung der lokalen Verhältnisse wurde die Leitungsführung im Einvernehmen mit dem örtlichen Naturschutz geändert. Das Interesse an seinem Anliegen und vor allem die schnelle Reaktion auf die vorgebrachten Bedenken überraschten ihn positiv: Uhl: "Das habe ich so noch nicht erlebt, dass die Planer gegenüber den Naturschützern so aufgeschlossen sind und uns so viel entgegenkommen."

 

Abtauchen für die Umwelt

Ein weiteres Gebiet, das beim Bau der Pipeline mit großer Sorgfalt behandelt werden muss, ist die Peene-Querung bei Stolpe. Die Peene mit ihren naturnahen Auenbereichen, die durch eine vielfältige Flora und Fauna als besonders schützenswert gilt, wird mittels eines sogenannten Micro-Tunneling-Verfahrens unterquert. Der Unterführungsbereich wurde besonders großzügig geplant, das heißt mit einem weiten Abstand zu dem beidseitig des Flusses gelegenen Auwald und den offenen Niederungsbereichen. Dabei wird sichergestellt, dass diese sensible Landschaft durch die  unterirdischen Verlegung der Leitung geschützt wird.

 

Offen für Alternativen

Nicht nur das Erdgas aus der Nord Stream-Pipeline kann zukünftig über die OPAL nach Süden weitertransportiert werden, sondern auch Gase aus anderen Quellen. Zum Beispiel Biogas, sofern die technischen Standards für die Beschaffenheit des Gases eingehalten werden. Vorbild dafür wäre eine Kooperation der WINGAS TRANSPORT mit den Stadtwerken Aachen, in deren Produktionsanlage Biogas entsteht. Gemeinsam erarbeitete man die technischen und wirtschaftlichen Bedingungen für diese Lösung.
Die E.ON Ruhrgas AG ist ebenfalls in das Biogas-Geschäft eingestiegen und fördert so die Entwicklung des regenerativen Brennstoffs.


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